Beitrag vom:

16. Juli 2026

Autor:

Daniela Samsony

Beispielhaftes Bauen Enzkreis und Stadt Pforzheim 2017 - 2026

Pressemitteilung der Architektenkammer Baden-Württemberg

Ziel des Auszeichnungsverfahrens

Um die Qualität der bebauten Umwelt zur Diskussion zu stellen, führt die Architektenkammer gemeinsam mit dem Enzkreis das Auszeichnungsverfahren „Beispielhaftes Bauen Enzkreis und Stadt Pforzheim 2017 – 2026“ durch. Die Schirmherrschaft hat Landrat Bastian Rosenau. Ziel des Verfahrens ist es, gut gestaltete Architektur aus allen Lebensbereichen aufzufinden und durch das gelungene Beispiel weitere Impulse für die positive Entwicklung der Baukultur in der Stadt zu geben.

Sitzung der Jury

Zum Verfahren wurden 49 Arbeiten eingereicht, die alle den Teilnahmebedingungen entsprachen. Eine siebenköpfige Jury, zusammengesetzt aus vier Fachjuror:innen und drei Sachjuror:innen, tagte am Donnerstag, den 2. und Freitag, den 3. Juli 2026 unter dem Vorsitz von Mirjam Schnapper.

Vom Vormittag bis zum Mittag des ersten Tages nahm die Jury in mehreren Rundgängen insgesamt 28 Arbeiten in die engere Wahl. Von 13:15 bis 20:15 Uhr am Donnerstag und von 08:30 bis 16:15 Uhr am Freitag durchquerte die Jury den Enzkreis und die Stadt Pforzheim, um die in die engere Wahl genommenen Objekte vor Ort anzuschauen.

Während der Rundfahrt und in der abschließenden Beratung am Freitag diskutierte die Jury eingehend die besichtigten Objekte und vergab zuletzt 18 Auszeichnungen. Um 19:45 Uhr endete die Sitzung der Jury.

Das Auszeichnungsverfahren hat insgesamt ein sehr gutes Bild von der Baukultur im Enzkreis und der Stadt Pforzheim ergeben. Dr. Hilde Neidhardt: „Ziel dieses Auszeichnungsverfahrens ist es, beispielhafte Architektur aufzuspüren und ihr ein Forum zu bieten. Gute Architektur verleiht unseren Städten und Gemeinden Identität und Charakter und hat neben der Funktionalität besonders auch die Nachhaltigkeit im Auge – und sie kann viel Positives für das Zusammenleben und Wohlbefinden der Menschen leisten. Vor diesem Hintergrund freue ich mich sehr, dass auch einige vorbildliche Objekte im Enzkreis ausgezeichnet wurden.“

Jurybegründung

Schon auf den ersten Blick wird die Entwurfsidee verständlich: Das Ensemble schafft einen Platz und bildet einen gelungenen Auftakt zum Gelände. Wie ein offenes Foyer unter freiem Himmel erleichtert es die Orientierung, schafft einen klaren Treffpunkt und lädt mit hoher Aufenthaltsqualität zum Verweilen ein. Die

Materialwahl aus Stampfbeton und Blockholz greift das Thema „Urdorf“

selbstverständlich auf und fügt sich harmonisch in die Atmosphäre des

Wildparks ein. Besonders überzeugend ist die sorgfältige, zugleich unaufdringliche Gestaltung bis ins Detail. Der gemeinschaftliche Innenhof mit Baumgruppe im Zentrum der Gebäude schafft eine Verbindung, welche die ruhige und stimmige Aufenthaltsqualität der Innenräume im Außenraum fortsetzt.